Wenn sich am 5. und 6. Mai 2026 Datenschutzbeauftragte, Aufsichtsbehörden und Fachleute in Berlin treffen, geht es um weit mehr als klassischen Datenschutz. Die BvD-Verbandstage positionieren sich zunehmend als strategisches Forum für die digitale Transformation.
Unter dem Leitthema „Datenschutz zukunftssicher!“ wird deutlich: Datenschutz und Informationsfreiheit sind längst zu zentralen Bausteinen moderner IT- und Governance-Strukturen geworden.
Plattform für Austausch und Orientierung
Die Veranstaltung im Leonardo Royal Hotel Berlin Alexanderplatz verbindet fachliche Tiefe mit politischer Einordnung und praktischer Relevanz. Gerade in einem Umfeld, in dem regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen immer enger miteinander verzahnt sind, bietet sie Orientierung.
Neben den Fachvorträgen spielen informelle Formate eine zentrale Rolle. Pausen und Abendveranstaltungen sind bewusst als Räume für Vernetzung konzipiert – ein wichtiger Faktor in einer Disziplin, die stark von Austausch und Interpretation lebt.
Digital-Omnibus als roter Faden
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ist der sogenannte Digital-Omnibus. Bereits zum Auftakt wird das Thema in einer Expertendiskussion aufgegriffen und zieht sich durch mehrere Programmpunkte.
Dabei geht es um grundlegende Fragen der Regulierung digitaler Dienste und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Behörden. Ergänzt wird dies durch Diskussionen zu digitaler Souveränität, KI und Grundrechten sowie zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Cybercrime.
Cybersicherheit und Regulierung im Fokus
Ein zweiter Schwerpunkt liegt klar auf Informationssicherheit und Cybersicherheit. Die Themen reichen von NIS2 über internationale Perspektiven bis hin zu konkreten Bedrohungsszenarien.
Damit spiegelt das Programm die Realität vieler Organisationen wider: Datenschutz lässt sich nicht mehr isoliert betrachten, sondern ist eng mit Sicherheitsstrategien und Compliance-Anforderungen verknüpft.
Zukunftsthemen am zweiten Veranstaltungstag
Der 6. Mai greift diese Entwicklung konsequent auf. Vorträge zu ISO 42001, europäischem Datenschutzrecht und Deregulierung sowie zu Technologien wie Microsoft 365 Copilot zeigen, wie stark sich das Berufsbild verändert.
Ein besonderer Akzent liegt auf der Frage, wie sich der „Stand der Technik“ im Jahr 2026 definieren lässt – eine zentrale Herausforderung für alle, die für Compliance und Sicherheit verantwortlich sind.
Den Schlusspunkt setzt eine Keynote zu neuen Risiken durch Künstliche Intelligenz, gefolgt von Panels zur digitalen Souveränität und zur Rolle der Aufsichtsbehörden.
Internationale Perspektiven gewinnen an Bedeutung
Begleitet werden die Verbandstage erneut von der englischsprachigen EFDPO-Konferenz. Sie hat sich als europäische Plattform etabliert und erweitert den Blick über nationale Grenzen hinaus.
Gerade im Datenschutz ist diese Perspektive entscheidend, da regulatorische Entwicklungen zunehmend auf europäischer Ebene stattfinden und internationale Abstimmung erfordern.
Datenschutz als strategischer Faktor
Die BvD-Verbandstage 2026 machen deutlich, dass Datenschutz weit über Compliance hinausgeht. Er entwickelt sich zu einem strategischen Element der digitalen Transformation.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer Datenschutz als integralen Bestandteil seiner Prozesse versteht, stärkt nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch das Vertrauen von Kunden und Partnern.

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